Spende von ein Prozent des Gehalts TVB Stuttgart führt Common Goal im Handball ein

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Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart setzt neue Maßstäbe: Alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter des Clubs werden inspiriert von Common Goal künftig ein Prozent der Gehälter an soziale Einrichtungen spenden – das ist ein weltweites Novum.

Zusammenhalt: Beim TVB Stuttgart um Johannes Bitter (links) und Patrick Zieker spenden künftig alle ein Prozent ihres Gehalts. Foto: Baumann 15 Bilder
Zusammenhalt: Beim TVB Stuttgart um Johannes Bitter (links) und Patrick Zieker spenden künftig alle ein Prozent ihres Gehalts. Foto: Baumann

Stuttgart - Mats Hummels tut es, Jürgen Klopp macht auch mit – und künftig ist auch der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart unter den Sportlern vertreten, die inspiriert von der „Common Goal“-Bewegung ein Prozent ihres Gehaltes für eine soziale Einrichtung spenden. Allerdings mit einem Unterschied. Bei den Stuttgartern werden von Januar 2020 an alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter dies tun – das ist ein weltweites Novum, dass ein ganzer Handballverein spendet, nur bei den Fußballern des FC Nordsjaelland (Dänemark) gibt es das bis jetzt. Mit den Geldern wird der TVB die Organisation Share & Play unterstützen, die vom ehemaligen spanischen Handball-Nationalspieler Carlos Prieto ins Leben gerufen wurde. „Das Commitment mit Common Goal und Share & Play spiegelt unseren großen Zusammenhalt als Team wider und zeigt, dass wir etwas bewegen wollen“, sagt TVB-Kapitän Johannes Bitter. „Wir glauben daran, dass wir erst der Anfang sind und uns noch hoffentlich weitere Spieler und Clubs folgen werden.“

Die Fußball-Spendeninitiative „Common Goal“ gibt es seit 2017, neben Mats Hummels und Jürgen Klopp engagieren sich auch beispielsweise auch Serge Gnabry (FC Bayern München) und Daniel Didavi (VfB Stuttgart). Im Handball ist das etwas Neues. Ziel des TVB ist es, dass sich auch weitere Clubs und Spieler anschließen und ein Prozent ihres Gehaltes spenden. „Wir finden es großartig, dass mit dem TVB Stuttgart und Share & Play zwei Akteure zueinander finden, die sich inspiriert durch Common Goal und das Wachstum der 1%-Spenden-Bewegung im Fußball dafür einsetzen, dass Handball einen systematischen Beitrag zu sozialer Entwicklung leistet“, sagt Thomas Preiß, der Common Goal mitgegründet hat: „Handball und Fußball haben als Mannschaftssportarten Teamplay in Ihrer DNA und können durch ihre enorme Strahlkraft dazu beitragen, dass wir auch mit Bezug auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit lernen, zusammenzuarbeiten. Und genau darum geht es bei der 1%-Gehaltsspende letzten Endes.“

In unserer Bildergalerie zeigen wir Sportler, die über Common Goal ein Prozent ihres Gehalts spenden.